2i² Ingenieure - Aktuelles aus dem Ingenieurbüro

Archiv: 4. Quartal 2014

2i² Ingenieurgesellschaft Dr. Hennig & Partner

Bohrung mit Hindernissen

Im Juli / August diesen Jahres erstellten wir die Ausführungsplanung für zwei überschnittene Bohrpfahlwände entlang der Sormitztalbahn südlich von Leutenberg bei km 6,7 und km 7,3 als Ersatz für bestehende Mauern, welche dauerhaft den Bahnkörper an Prallhängen der Sormitz sichern sollen.

Die bestehenden und nicht mehr tragfähigen Naturstein-Trockenmauern sollten erhalten werden und als temporäre Stützung der Bohrpfähle bei deren Herstellung sowie als dauerhafte „Verblendung“ dienen. Somit ist die sichtbare freie Wandhöhe sehr viel kleiner, als rechnerisch unterstellt werden musste.

Wegen des schlechten Zustandes des Bestandes wurde es erforderlich, die Bohrpfahlwände näher am Gleis zu planen als ausgeschrieben war. Hierfür wurden neue Regelquerschnitte durch unser Ingenieurbüro entworfen.

Durch die Erschütterungen während der Bohrarbeiten im Bestand und im Fels drohte der Bestand teilweise einzustürzen, so dass zusätzliche örtliche Sicherungsmaßnahmen durch die bauausführende Firma ergriffen werden mussten.

Die Bauwerkshauptparameter lauten:

Stützwand km 6,7

Gesamtlänge: ca. 50 m
max. Höhenunterschied OK Wand / Gewässersohle: ca. 3,90 m

Sormitztalbahn - Stützwand km 6,7

Stützwand km 7,3

Gesamtlänge: ca. 48 m
max. Höhenunterschied OK Wand / Gewässersohle: ca. 3,40 m

Sormitztalbahn - Stützwand km 7,3

18.12.2014

Zustandssicherung einer Brücke in Oberlichtenau

Eigentlich sollte die Brücke BW 1 über die Pulsnitz in Oberlichtenau im Zuge der K 9250 auf Grund von erheblichen Schäden in zeitnaher Zukunft durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Doch auf Grund der dem Landkreis Bautzen für die nächsten Jahre zur Verfügung stehenden Mittel für Erhalt und Neubau der Infrastruktur musste umgedacht werden.

Bei dem Bauwerk handelt sich um eine typische Brücke aus den 1960-er Jahren mit einem Überbau, bestehend aus einer Platte aus BTC-Fertigteilträgern im Verbund mit Ortbeton.

Unser Büro wurde durch das Landratsamt zunächst mit einer Objektbezogenen Schadensanalyse und einer Nachrechnung für das Bauwerk mit dem Ziel beauftragt, bei möglichst geringem finanziellen Aufwand das Bauwerk für weitere 10 bis 15 Jahre erhalten zu können. Dabei zeigte sich, dass die umfangreichen und stetig zunehmenden Betonabplatzungen und Korrosionserscheinungen der Bewehrung an der Brückenunterseite die Dauerhaftigkeit der Brücke stark beeinträchtigen, aber bisher noch keine gravierenden Auswirkungen auf die Tragfähigkeit haben. Dennoch musste allerdings das für eine Brückenklasse 30 errichtete Bauwerk in die Brückenklasse 16/16 zurückgestuft werden.

Die Bauwerkshauptparameter lauten:

Baujahr: 1965
Stützweite: 7,20 m
Breite zwischen den Geländern: 9,00 m
Kreuzungswinkel / Bauwerksschiefe: 83,3 gon

Zustandssicherung einer Bruecke in Oberlichtenau

Zustandssicherung einer Bruecke in Oberlichtenau

18.12.2014

Sprung zum Seitenanfang, Ingenieurbau, Bauwerksprüfung

Bauwerksprüfungen 2014 abgeschlossen - die runde 100 ist voll!

Mit der 1. Hauptprüfung am Bauwerk 2 im Zuge der S 289 bei Fraureuth wurden Ende November alle Prüfaufträge abgeschlossen und ausgeliefert. Die Statistik weist exakt 100 geprüfte Bauwerke aus, die sich wie folgt zusammensetzen:

  • 62 Brücken (Teilbauwerke)
  • 19 Durchlässe
  • 7 Verkehrszeichenbrücken
  • 3 Stützwände und
  • 9 Lärmschutzwände

Erfreulicherweise war im Jahr 2014 somit wieder ein breites Spektrum an Bauwerken von Herrn Schönherr und unserem Mitarbeiter, Herrn Pfeiffer zu untersuchen. Insbesondere im erfahrungsgemäß alljährlichen „heißen Herbst“ mit aufeinanderfolgenden Prüfaufträgen bot unsere Aufstellung mit zwei Bauwerksprüfingenieuren in punkto Flexibilität und Einsatzbreite wesentliche Vorteile.

Wir bedanken uns für das Vertauen unserer Auftraggeber und freuen uns auf neue Aufgaben im Jahr 2015.

S 289, Muehlenstraße Fraureuth

K 6702, Neissebruecke Coschen

18.12.2014